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                                                       5-jähriges Vereinsjubiläum FZ Zwochau

 

Bei einem Jubiläum ist es üblich, sich an die Anfänge zu erinnern, wer die Idee hatte und wie alles begann.

Wer behauptet, dass bei einem Kneipenstammtisch nichts Gutes herauskommt, der irrt sich.
Aus einer Bierlaune heraus entstand die Idee einen 25 Jahre ruhenden Fanfarenzug wieder zum Leben zu erwecken.

Am 6. Januar 2014 war es genau 6 Jahre her, dass ein paar von uns in Monis Bistro mit der Planung begannen.

Jeder, der von Anfang an dabei ist, kann sich noch gut an unsere Anfänge erinnern.
Wie wir versucht haben, uns unsere alten Märsche wieder ins Gedächtnis zu rufen, die eingerosteten Gelenke der Trommler wieder zu aktivieren, die nötige Kondition als Bläser wieder zu finden und uns auf die Anzeigen des Stabführers zu besinnen.
25 Jahre Abstinenz sind eine lange Zeit. Wir sind älter geworden.

Aber die beste Idee taugt nichts, wenn man niemanden hat, der sie umsetzen kann.

Henry übernahm nicht ganz freiwillig das Zepter und wurde unser erster Vorstandsvorsitzender.

Durch Enrico bekamen wir die Möglichkeit, von Monis  „Kuhstall“ in die Firma Matter überzuwechseln.

Martin übernahm die Aufgabe des musikalischen Leiters. Wir wären wohl kaum über den Fünferschlag und die Locke bei den Trommlern, unserer alten 1 und dem Steiger bei den Bläsern hinausgekommen.

Was eine einmalige Sache zur 850-Jahr-Feier von Zwochau werden sollte, konnte nach dem Wahnsinns-Auftritt nicht mehr gestoppt werden.

Wer hätte am 13. September 2008 gedacht, dass wir 5 Jahre später insgesamt 83 Auftritte absolviert haben. Das wir nicht nur in den umliegenden Dörfern, sondern bis weit über die Landesgrenze hinaus große Erfolge feiern konnten.

Das aus alten verrosteten und geborgten Instrumenten, einem einheitlichen T-Shirt und einer Regenjacke im Laufe der Jahre eine komplette Neuausstattung von Bekleidung und Instrumenten wird.

Wir dachten unser Umzug in Leipzig wäre ein Wahnsinnsereignis. Wir wussten nicht, dass das nur ein kleiner Vorgeschmack auf das sein sollte, was dann noch folgte.

Erinnern wir uns an das erste Stadtfest in Schkeuditz und den darauffolgenden Umzug zu Peter & Paul in Delitzsch. Seitdem sind wir jedes Jahr dabei und wir glaubten, dass dies immer die Höhepunkte des Jahres sein würden.

Aber wir marschierten in Weidenhain, zum Landeserntedankfest in Delitzsch, wir fuhren zum Musikfest nach Großräschen, bei dem wir uns mit unserer kleinen Präsentation auf keinen Fall vor den erfahrenen Fanfarenzügen zu verstecken brauchten. Wie uns vor Aufregung fast die Luft wegblieb und die Knie schlackerten.

Seitdem bekommen wir jedes Jahr eine Einladung zur Teilnahme an der Fanfaronade.

Unser Selbstbewusstsein wuchs soweit, dass wir zum Tag der Sachsen nach Kamenz und Freiberg fuhren. Bei der Übertragung im Fernsehen waren wir so begeistert von uns, dass wir nicht anders konnten, als uns bei der Fanfaronade zum Weltrekordversuch der längsten Bläserreihe und des größten Fanfarenzuges der Welt anzumelden. Natürlich ging der Rekord nach Deutschland.

Keiner von uns weiß, ob es noch etwas gibt, das diese Ereignisse Toppen kann, ob wir noch mal 5 Jahre miteinander verbringen werden oder uns irgendwann die Puste ausgeht, ob wir das Interesse verlieren oder einfach auf unsere alten Knochen Rücksicht nehmen müssen.

Aber wir machen uns darüber Gedanken wenn es soweit ist.

Im Jahre 2014 werden wir jedenfalls wieder bei vielen Ereignissen dabei sein.

 

                                                                                                            Manuela Teppke